****
**

**
Hebammen Verband Brandenburg e.V.

**

Hebammenpolitik

Die politischen Aktivitäten des Hebammenverbandes im Land Brandenburg widerspiegeln die Situation in den anderen Bundesländern. Seit Anfang 2012 geht es in besonderem Maße um die Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetztes und die Einbindung der Familienhebammen im Rahmen der Bestimmungen des Gesetzes zum Wohl der Kinder. Dabei ist es uns wichtig für die Familienhebammen möglichst einheitliche, angemessene Arbeitsbedingungen und eine ebensolche Bezahlung zu erreichen. Die Gespräche mit Vertretern der zuständigen Ministerien laufen noch immer, doch eines ist schon sicher, es wird kein landeseinheitliches Modell für den Familienhebammeneinsatz geben. Der Fortbildungslehrgang für Hebammen zur Familienhebamme sowie der „Auffrischungskurs“ für schon ausgebildete Familienhebammen kann nicht mehr in diesem Jahr beginnen. Dafür wird es für derzeit aktive Familienhebammenkolleginnen im Dezember eine Möglichkeit zur Supervision in Potsdam geben.

Der Kampf für eine bessere Vergütung, besonders der freiberuflich tätigen Kolleginnen, hat erste Früchte getragen mit der Erhöhung der Vergütung für außerklinische Geburten und Beleggeburten, der Erhöhung der Betriebskostenpauschale für die Geburtshäuser sowie einer kleinen Zulage bei der Wochenbettbetreuung. Die Klinikhebammen werden mehr in den Focus der Aktivitäten des Verbandes rücken. Auch hier besteht eine Diskrepanz zwischen der verantwortungsvollen Tätigkeit im Kreißsaal, dem enormen Arbeitsumfang und meist nicht adäquater Bezahlung.

Alles, was wir als Hebammenverband tun, soll letztlich zu einer guten Betreuung der Schwangeren, Gebärenden, Wöchnerinnen und ihrer Babys führen. Ihre Wünsche und Bedürfnisse sollen weitgehend erfüllt werden. Dabei gelten Slogans wie „Hebammen wissen Bescheid“ und „Das Normale ist das Besondere“ mehr denn je. Falls Sie als Hebamme mehr wissen möchten, was hebammenpolitisch läuft, besuchen Sie gern unsere Verbandsveranstaltungen, lesen Sie im „Hebammenforum“ und auf unserer Homepage nach.

Für Informationen zu bundesweiten Aktivitäten, nutzen Sie bitte den folgenden Link.
http://www.hebammenverband.de

 

Unsere Hebammen kommen nach Potsdam

Versorgung mit Hebammenhilfe sichern! Wie kann das in Brandenburg gelingen?

Besuchen Sie unsere öffentliche Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Praxis und Politik.

Mittwoch, 13.09.17, von 15:00–17:00 Uhr
Alter Markt
Moderation: Kerstin Lehmstedt, radioeins

· Wie sichern wir Hebammenversorgung in den nächsten Jahren?
· Wie können uns Politikerinnen und Politiker unterstützen?
· Was sehen die Wahlprogramme der Parteien vor?

Mit Blick auf die Bundestagswahl diskutiert der Hebammenlandesverband Brandenburg mit Kerstin Kü̈hn, LINKE, Jana Schimke, CDU, Annalena Baerbock, B90/Grüne, Frau Sylvia Lehmann, SPD, Linda Teuteberg, FDP.
Eintritt frei – Sie sind herzlich willkommen!

Besuchen Sie uns auf dem Alten Markt!
Wo sind unsere Hebammen, wenn nicht im Kreißsaal, im Geburtshaus oder bei Familien zuhause? Bei Ihnen vor Ort! Lernen Sie uns kennen am familienfreundlichen Infostand des Deutschen Hebammenverbandes – und unterstützen Sie uns dabei, bessere Rahmenbedingungen für unsere wichtige Arbeit zu erreichen! Wir informieren Sie gerne über unsere Forderungen an die künftige Bundespolitik.

Kommen Sie vorbei, zeigen Sie Gesicht für unsere Hebammen! Wir freuen uns auf Sie!

Infos zur Tour unter: www.unsere-hebammen.de/tour-2017

Flyer im PDF-Format: Download

Wie geht es weiter in 2017?

Was wird mit dem Hebammenberuf? Wie können wir die Versorgung der Frauen mit Hebammenhilfe auch Zukunft gewährleisten? Die Berufshaftpflicht, besonders für die Kolleginnen mit außerklinischer Geburtshilfe, ist weiter gestiegen wird im nächsten Jahr weiter steigen. Natürlich ist der Sicherstellungszuschlag ein erster Lösungsansatz, doch das Problem ist damit nicht aus der Welt. Die in der Klinik angestellten Hebammen arbeiten weiter am Limit. Laut Befragung von 2015 ist es eher Normalität, wenn sie 2-3 Frauen gleichzeitig in ihrem Dienst betreuen, keine Pausen machen können und viele Überstunden angehäuft haben. Dennoch setzen sie all ihre Kraft, ihr Wissen und Können dafür ein, den Gebärenden empathisch zur Seite zu stehen und trotz der schwierigen Bedingungen gute Geburtshilfe zu leisten. Das macht mich ärgerlich und wütend, wie viele Hebammen. Wir müssen die Dinge angehen. Dafür braucht es Ideen und Taten aller Kolleginnen auch in unserem Land.

Schwerpunktthemen auf Bundesebene sind:
  • Umsetzung der geplanten Strukturveränderungen, einschließlich Satzungsänderung und Überarbeitung der Ethik für Hebammen; Stärkung des Deutschen Hebammenverbandes nach innen und außen
  • Fortsetzung der Kampagne zur Verbesserung der Versorgung mit Hebammenhilfe (im klinischen und außerklinischen Bereich), Förderung der normalen Geburt und Stärkung des Berufsstandes der Hebammen
  • Fortführung der Verhandlungen mit dem GKV- Spitzenverband, um weiter bestehende Unklarheiten aus dem derzeitigen Vergütungsvertrag mit den Krankenkassen zu beseitigen (z.B. Ausschlusskriterien; Sicherstellungszuschlag; Rechnungskürzungen)
  • Unterstützung der in den Kliniken angestellten Hebammen in ihrem Kampf um bessere Arbeitsbedingungen (Verbesserung des Personalschlüssels; höhere Vergütung- höhere Einstufung TVöD)
  • Akademisierung der Hebammenausbildung bis 2020
  • Die Berufshaftpflicht ist in diesem Jahr um weitere 9% gestiegen auf 6.843€ jährlich und ab 01.07.2017 wird sie um über 11% steigen auf 7. 639€ jährlich für Hebammen mit außerklinischer Geburtshilfe ohne Vorschäden. Das heißt, wir haben, zwar zu einem hohen Preis, Planungssicherheit bis 30.06.2018.
  • Die Einführung von QM ist und bleibt weiterhin ein wichtiges Thema aller freiberuflichen Hebammen. Seit Mai dieses Jahres müssen die Kolleginnen nachweisen können, dass sie sich mit dem Thema befasst und eine entsprechende Dokumentation angefangen haben zu erstellen. Stichproben seitens der Krankenkassen sind jetzt möglich.
Schwerpunktthemen auf Landesebene sind:
  • Wegen die anstehenden Strukturveränderungen im DHV und in den Landeverbänden gab es in diesem Jahr 2 Mitgliederversammlungen sowie eine gesonderte Rundmail zur Darstellung der möglichen Varianten; nach eingehender Befassung mit dem Thema und intensiver Diskussion haben sich die anwesenden Kolleginnen tendenziell für das Mitgliedermodell ausgesprochen
  • Maßnahmen zum Erhalt des Berufstandes und zur Sicherung der Hebammenversorgung im Flächenland Brandenburg sind weiterhin Thema. Mit Unterstützung der Gesellschaft "Gesundheit Berlin- Brandenburg" arbeiten wir weiter an der Förderung der normalen Geburt und des Stillens. Der Landesverband macht das Problem des relativen Hebammenmangels weiter publik und sucht nach Lösungswegen. Wer kann wie mit wem etwas dafür tun?
Termine 2017 (DHV und Landesverband Brandenburg
  • Außerordentliche Mitgliederversammlung Anfang 2017 in Abhängigkeit zum Termin der Sonder- BDT
  • Regionaltreffen des Vorstandes mit den Kolleginnen in den Kreisen und Gründung von QM- Zirkeln
  • am 5.Mai 2017 in Schwerin am Teupitzsee "Wasserkremserfahrt" mit gemeinsamem Mittagessen und Besprechung von Verbandsthemen durchzuführen. Das Floss/ Boot hat 30 Plätze und eine Voranmeldung ist dringend notwendig. Bitte schauen Sie selbst unter www.wiesencafe-schwerin.de/seiten/wasserkremser.htm
  • am 13. September 2017 Diskussionsrunde im Zentrum der Landeshauptstadt am Infobus der Kampagne
  • Mitgliederversammlung und Landestagung am 7. September 2017 im Tagungshaus BlauArt in Potsdam, Werderscher Damm 8. Wir tagen in der Zeit von 09.00- 17.00 Uhr. Als Referentin konnten wir endlich Patricia Gruber gewinnen. Sie wird uns über CTG- Auswertung , Dokumentation, Fallbeispiele und rechtliche Dinge informieren.
  • Bundesdelegiertentagung vom 28.11.- 01.12.2017 in Fulda (Änderungen vorbehalten)

Fortbildung zum Thema "Reanimation" von Erwachsenen und Kindern ist geplant, doch noch nicht terminiert.

Rückblick Mitgliederversammlung Oktober 2016 und Termine 2016/2017

Am 06.10.2016 haben wir unsere zweite Mitgliederversammlung in diesem Jahr wieder im Haus der Natur in Potsdam durchgeführt.
Mit ca. 20 Teilnehmerinnen war die Veranstaltung recht gut besucht und erhielt am Ende ein positives Feedback der Kolleginnen, obwohl das Thema „Strukturreform im DHV und den Landesverbänden“ kein leichtes war und ist.
Schon im Vorfeld erhielten die Kolleginnen per Rundmail Informationen über derzeitige Strukturen und mögliche neue Strukturformen.
Nachdem wir die vereinsrechtlichen Formalien wie u.a. die Rechenschaftsberichte der Frauen vom erweiterten Vorstand, Haushaltsbilanz 2015 und 2016 sowie Haushaltsplanung 2017 einschließlich Entlastung des Vorstands erledigt hatten, haben wir die zweite Delegierte für die BDT 2017 gewählt sowie die zweite Kassenprüferin.

Tagung

Zur Bundesdelegiertentagung in diesem Jahr nehmen wir erstmalig vier Gastfrauen mit.
Das Amt der Stillbeauftragten ist weiterhin durch Katja Gilbert kommissarisch besetzt. Eine neue Stillbeauftragte konnten wir nicht wählen. Allerdings gibt es eine Interessentin, die von der Amtsinhaberin Einblick in die Funktion vermittelt bekommt.
Nach einem Einstiegsvortrag als Power Point Präsentation mit entsprechenden Erläuterungen haben sich die anwesenden Kolleginnen über die drei möglichen Modelle informiert und anschließend deren Vor- und Nachteile diskutiert. Dabei gab es noch einige Unklarheiten z.B. zur künftigen Besetzung der Bundesdelegiertentagung, zur Verteilung der Finanzen, zur Zusammensetzung des geschäftsführenden Bundesvorstandes, der Stimmverteilung bzw .- gewichtung im Länderrat sowie zum Satzungsentwurf. Diese Fragen werden wir an die Arbeitsgruppen der Strukturentwicklung sowie Herrn Hendricks von der Firma Qubic, die den Strukturprozess fachlich begleitet, weiterleiten.
Nach ausführlicher Diskussion und Abwägung wurde dem Mitgliedermodell der Vorrang gegeben, wenngleich auch etliche Kolleginnen ambivalent waren und sich der Stimme enthalten haben.
Wir sind alle sehr gespannt, wie sich hier die Dinge weiterentwickeln.
Des Weiteren haben wir eine Bilanz der bisherigen Veranstaltungen in 2016 gezogen.
Die Fortbildungen zur Einführung von QM waren insgesamt gut besucht. Nun ist es an der Zeit, das gelernte in die Praxis umzusetzen. Regionale Qualitätszirkel können hier sehr hilfreich sein. Deshalb ermuntern wir die Kolleginnen, wohnortnah kleine Gruppen zu bilden, um die geforderten QM- Dokumente fristgerecht individuell zu erarbeiten. Eine finanzielle Unterstützung durch den Landesverband hierfür ist möglich.
Der Start der 3. Fortbildung von Hebammen und Kinderkrankenschwestern zu Familienhebammen bzw. Familienkinderkrankenschwestern in veränderter Form läuft auf Grund von Kommunikationsschwierigkeiten schleppend. Auch Unklarheiten bezüglich der Fortführung und Verstetigung der Maßnahmen der Frühen Hilfen wirken sich hierbei aus. Das Kompetenzzentrum Frühe Hilfen im Land Brandenburg und der Hebammenlandesverband sind weiter mit dem zuständigen Ministerium für Bildung, Jugend und Sport im Kontakt und werden gemeinsam erneut diese andere, jedoch vorerst letzte Fortbildung dieser Art im Land Brandenburg bewerben.

Der Workshop „Suchtmittelkonsum in der Schwangerschaft- Gefahren von Gesundheits- und Entwicklungsstörungen des Kindes und besondere Anforderungen an die Betreuung der Schwangeren“ in Zusammenarbeit mit der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. war ausgebucht und sehr interessant. Allerdings waren nur wenige Hebammen als Teilnehmerinnen vertreten.

.Online-Hebammenliste

Ab sofort gibt es über unsere Postkarte mit QR- Code die Verbindung zur Online-Hebammenliste auf unserer Webpage www.hebammen-brandenburg.de.

 

Wie wertvoll ist Deine Hebamme für Dich?

Link zum Film "Wie wertvoll ist Deine Hebammen für Dich?"- eine einfache Frage, die schwer zu beantworten ist. www.hebammenverband.de

Links zur Versorgung von Flüchtlingsfrauen mit Hebammenhilfe

DHV- Website „Hebammen für Geflüchtete
Material von Pro Familia
Material DHV, Berliner Hebammenverband

Nach der BDT ist vor der BDT

Vom 22.- 25.11.2016 fand im NOVOTEL in Berlin- Tiergarten die Bundesdelegiertentagung des DHV statt. Sie war wegen der anstehenden Strukturveränderungen im Verband auf Bundes- und Landesebene einen Tag länger als üblich. Unter den knapp 200 anwesenden Hebammen waren auch 4 Delegierte und erstmalig 4 Gastfrauen aus Brandenburg. Für uns waren es vier anstrengende und interessante Tage, an deren Ende richtungsweisende Entscheidungen für den weiteren Weg des Deutschen Hebammenverbandes getroffen wurden. Unsere Delegierten und Gastfrauen waren gut vorbereitet in die BDT gestartet, hatten die teils umfangreichen Dokumente (Tätigkeitsberichte und Anträge; Haushaltsbilanz und –planung) vorab fleißig studiert. Am ersten Tag der Veranstaltung erhielten wir die Möglichkeit zum Austausch mit Präsidiumsmitgliedern, Vertretern der Geschäftsstelle sowie der Rechtsstelle über die jeweiligen Tätigkeitsberichte. Die Schatzmeisterin informierte die Anwesenden über die Haushaltslage 2016 und die Budgetentwicklung. Der zweite Tag der Tagung stand ganz im Zeichen der Strukturentwicklung. Er brachte uns interessante Informationen sowie etliche Fragen und Anregungen zur Strukturentwicklung im Hebammenverband. Nach Schwerpunktvorträgen wurden die Themen in Kleingruppen diskutiert. Das wurde als sehr konstruktiv und hilfreich für das Verständnis der Themenstellungen empfunden. Schwerpunkte des dritten Tages waren die Haushaltsplanung 2017, die Vorstellung der Anträge sowie Informationen zur Tätigkeit der Arbeitsgruppe Wochenbett, die Bewerbung des DHV um die Ausrichtung des internationalen Hebammenkongresses 2023 in Deutschland sowie die Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl 2017. Am letzten Tag der Veranstaltung wurden die Dringlichkeitsanträge vorgestellt. Der Bundesrat der werdenden Hebammen berichtete über seine Arbeit und die Situation der künftigen Kolleginnen. Abschließend wurden die eingegangenen Anträge priorisiert und abgestimmt. Folgende, aus unserer Sicht sehr wichtige Anträge, wurden positiv abgestimmt:

1. Deutschlandtour im Bundestagswahljahr 2017 mit Infobus

2. Wettbewerb "Good Practice" für Beispiele von guten Arbeitsbedingungen in Kliniken

3. Mitwirkung bei der Neuberechnung der Geburtshilfe im DRG- System in 2017

4. Erarbeitung von Verbandsordnungen sowie Vorbereitung Sonder- BDT im Frühjahr 2017

5. Zukunftsprojekt "Flächendeckende Versorgung"

6. Überarbeitung der Ethik für Hebammen

Damit sind klare Ziele für die hebammenpolitische Arbeit im kommenden Jahr auf Bundes- und Landesebene definiert. Der Infobus wird im Spätsommer für einige Stunden auch in Potsdam sein. Das bedeutet, dass wir im Land mit den potentiellen Bundestagskandidaten in Kontakt gehen sowie mit Eltern, Elterninitiativen, Frauenorganisationen und anderen Bevölkerungsgruppen, um eine interessante Veranstaltung zu haben. Bei der Gelegenheit können wir die Probleme der Versorgung der Frauen mit Hebammenhilfe darstellen und gemeinsam an Lösungsmöglichkeiten arbeiten. In den Brandenburger Kliniken bewerben wir den ausgeschriebenen "Good Practice"- Wettbewerb. Das haben wir auch über ein kleines Geschenk an alle Geburtshilflichen Abteilungen im Land getan und hoffen, auf viel Resonanz. Auch in unserem Land werden wir in Vorbereitung auf die außerordentliche Bundesdelegiertentagung im Frühjahr 2017 eine zusätzliche Mitgliederversammlung durchführen. Der Termin der Mitgliederversammlung ist abhängig vom Termin der BDT und wird Ihnen schnellstmöglich auf den üblichen Wegen mitgeteilt. Die für 2016 gewählten Delegierten werden unseren Landesverband auch bei der Sonder- BDT vertreten, um dort weitere Entscheidungen für die Umsetzung der Strukturreform zu treffen. Die Abstimmung zum Stimmungs- und Meinungsbild bezüglich des Strukturmodells beim Bundestreffen Ende November favorisierte eindeutig das Mitgliedermodell. Zur "Flächendeckenden Versorgung" der Frauen mit Hebammenhilfe sind weiter Ideen gefragt. Für das kommende Jahr haben wir deshalb regionale Hebammentreffen geplant, um über die unterschiedlichsten Probleme in der Region und gute Erfahrungen zu sprechen. Des Weiteren wollen die dezentralen Zusammenkünfte nutzen, Qualitätszirkel zu gründen. Die Zeit läuft und es gibt viel zu tun!

BDT 2016

Abschließend lässt sich konstatieren, dass alle Teilnehmerinnen an der Bundesdelegiertentagung 2016 einhellig der Meinung sind – die BDT war eine anstrengende, interessante Veranstaltung mit vielen Möglichkeiten des Austausches mit Kolleginnen aus anderen Bundesländern und Funktionsträgerinnen des Präsidiums sowie zahlreichen Anregungen für die Arbeit im eigenen Land. Die unterschiedlichen Formen und Methoden der Tagung einschließlich Bewegung zur Auflockerung wurden von den Delegierten und Gastfrauen positiv bewertet.

„Wir haben gewählt“ – Nachlese zu Mitgliederversammlung und Landestagung 2015

Die Mitgliederversammlung und die Landestagung fanden am 15. und 16. Oktober im neuen Tagungshaus „BlauArt“ in Potsdam am Werderschen Damm statt.

Das neue Tagungshaus hatte als ehemaliger Bahnhof Wildpark eine besondere und schöne Atmosphäre. Es ist verkehrsgünstig gelegen mit ausreichend Parkplätzen. Die Räume sind großzügig, hell und freundlich. Die Versorgung war vorzüglich, Preis- Leistungsverhältnis ist absolut okay. Auch die Aussteller unserer kleinen Industriemesse waren gut untergebracht und zufrieden. Das einzige Problem war die fehlende Beschallung, doch das lässt sich beim nächsten Mal regeln. Somit hat das Haus gute Chancen, weiter von uns als Veranstaltungsort ausgewählt zu werden. Die Unterbringung im ca. 300m vom Tagungsort entfernten Hotel „Wyndham Garden“ war sehr viel angenehmer als die Übernachtungsmöglichkeit im letzten Jahr.

Kurz- es waren zwei etwas anstrengende, doch interessante Tage für die anwesenden Kolleginnen.
Zur Mitgliederversammlung mit Wahl des neuen Vorstands hatten wir im Verhältnis viele Teilnehmerinnen, die sich für aktuelle hebammenpolitische Themen, besonders im Zusammenhang mit dem Schiedsspruch zu den Vertragsverhandlungen mit dem GKV sowie die Verbandsarbeit im Land interessiert haben. Zunächst ging es neben Informationen zur Arbeit der Vorstandsfrauen im letzten Jahr auch um die Finanzen des Landesverbandes.

Der Haushalt 2014 wurde abgeschlossen und der Vorstand entlastet. Unsere Kassenverwalterin/ Schatzmeisterin berichtete über den laufenden Verbandshaushalt und stellte den Haushaltsentwurf 2016 vor, welcher einstimmig angenommen wurde.
Durch Entscheid der in der Mitgliederversammlung anwesenden Kolleginnen wurden die Vorstandsfrauen für weitere 4 Jahre in ihrem Amt bestätigt.

Neben der Funktion der 2. Kassenprüferin wurde Peggy Jahnel als 2. Schriftführerin gewählt, da Marei auf eigenem Wunsch Ende des letzten Jahres aus dem Amt ausgeschieden ist.

Die Delegierten unseres Landesverbandes zur Bundesdelegiertentagung 2015/ 2016 wurden bestätigt bzw. gewählt. Ihnen ist damit die Möglichkeit gegeben, anstehende Entscheidungen für die Arbeit im DHV für das nächste Jahr mitzubestimmen.
Der Antrag, die Monatsarbeitszeit und Vergütung der 2. Vorsitzenden anzuheben, wurde von der Mitgliederversammlung angenommen.
Desweiteren wurde der Antrag des Vorstands auf Kombination von Mitgliederversammlung und Landestagung/Fortbildung an einem Tag durch die anwesenden Kolleginnen angenommen.

In Vorbereitung der Bundesdelegiertentagung wurde den Delegierten der Auftrag erteilt, dort einen Initiativantrag zu stellen, um durch Mediation der beim GKV verhandelnden Hebammenverbände künftig ein geschlosseneres Vorgehen in den Verhandlungen zu ermöglichen.
Wegen der Fülle der hebammenpolitischen Themen wurde die Durchführung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 20. bzw. 27.01.2016 in Potsdam beschlossen.

Das einstündige Unterhaltungsprogramm mit der Chansonnette „Lina Lerche“ war ein schöner Ausklang der Mitgliederversammlung.

Auch die Landestagung hatte regen Zuspruch. Die Vorträge und Diskussionen von Frau Dr. Nina Ludwig aus Potsdam zu neuen Erkenntnissen in der Säuglingsernährung, Frau Christiane Schwarz aus Schellerten zur interventionsarmen Geburt, sowie Frau Christiane Borchard zur tatsächlichen Gesundheit der Frauen im Wochenbett waren interessant und anregend.
Die kleine Industriemesse wurde gut angenommen.

Auf diesem Weg möchte ich mich bei allen Kolleginnen für die im inzwischen fast vergangenen 2015 geleistete gute Arbeit bedanken.

Ein extra Dankeschön auch an die Frauen vom Vorstand für Ihre Mitarbeit, auch bei der Vorbereitung und Durchführung der diesjährigen Veranstaltungen auf Landesebene.

Für das kommende Jahr wünsche ich allen Brandenburger Hebammen viel Gesundheit und Kraft für ihre anspruchsvolle Tätigkeit.

Martina Schulze
1.Vorsitzende Landesverband Brandenburg

Still- Pilger- Tour von Potsdam nach Groß Kreutz

Am 15. September 2015 sind Hebammen und junge Eltern mit ihren Kindern von Potsdam bzw. von Werder/ Havel nach Groß Kreutz gepilgert, um auf die Bedeutung sowie Vereinbarkeit von Stillen und Berufstätigkeit aufmerksam zu machen.
Auf dem Weg nach Werder machten sie Zwischenstation an der UNI Potsdam, die auf Grund der vielen Studentinnen öfter mit stillenden Müttern und deren Bedürfnissen konfrontiert ist. Deshalb wurde dort der relativ spontane Besuch sehr positiv aufgenommen und stolz die Erfahrungen der Verbindung von Berufstätigkeit (hier Studium) und Stillen präsentiert.
Am Ende der Tour trafen sich alle Beteiligten in der Firma Werder Frucht in Groß Kreutz.
Das familienfreundliche Unternehmen ist dem Thema Berufstätigkeit und Stillen gegenüber ebenfalls sehr aufgeschlossen.

So erhielt Werder Frucht aus den Händen der Stillbeauftragten und der Landesvorsitzenden des Brandenburger Hebammenverbandes die Anerkennungsurkunde als stillfreundliches Unternehmen.
Hier noch ein paar Bilder zu diesem besonderen Tag in Vorbereitung der Weltstillwoche.

Hebammenverband-Brandenburg-Still-Pilger-Tour

Krankenkassen unterlaufen Willen des Gesetzgebers

Berlin, 20.02.2015

Freie Wahl des Geburtsortes soll künftig massiv eingeschränkt sein.
Die gesetzlichen Krankenkassen fordern in den aktuellen Verhandlungen mit den Hebammenverbänden Ausschlusskriterien für Hausgeburten und verweigern Frauen die Bezahlung der Hausgeburt, sobald diese vorliegen. Diese Ausschlusskriterien sind bisher nicht wissenschaftlich belegt. Zudem sollen Vorgespräche von Hebammen mit Schwangeren zur Geburt und der Wahl des Geburtsortes nicht ausreichend finanziert werden. Die Kassen fordern, beispielsweise auch die Überschreitung des errechneten Geburtstermins als Ausschlusskriterium für eine Hausgeburt zu definieren – davon ist allein schon die Hälfte aller Schwangeren betroffen. So wird faktisch ein Großteil der Hausgeburten künftig als private Leistung definiert. Das schränkt die freie Wahl des Geburtsortes für Frauen und ihr Selbstbestimmungsrecht massiv ein. Der Deutsche Hebammenverband hat deshalb heute die Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband zu diesem Punkt unterbrochen. Er fordert von den Krankenkassen die Entscheidungsfreiheit von Frauen bei der Wahl des Geburtsortes als Vertragsgrundlage anzuerkennen und auch künftig zu erhalten. Frauen darf weder das Recht noch die Kompetenz zur Mitsprache abgesprochen werden.

Die Forderung nach einem mündigen Patienten, der informierte Entscheidungen selbst trifft, gilt damit bei der Wahl des Geburtsortes nicht mehr. Den Frauen wird von den Kassen unterstellt, nicht selbst die beste Wahl für sich und ihr Kind treffen zu können. Martina Klenk, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes e.V. meint dazu: „Seit wann bestimmen Krankenkassen über Frauen und ihre Kinder? Das ist anmaßend. Die Kassen überschreiten ihre Kompetenzen.“

Die Verträge zur Einführung eines Qualitätsmanagements können damit nicht abgeschlossen werden. Für die Hebammen bedeutet dies, dass sie vorerst auf eine dringend notwendige fünfprozentige Vergütungssteigerung verzichten müssen. Katharina Jeschke, Präsidiumsmitglied im DHV und Verhandlungsführerin meint dazu: „Wir Hebammen lassen uns von den Krankenkassen nicht erpressen. Wir verkaufen unsere Frauen nicht.“ Auch die Einführung des Sicherstellungszuschlags im Juli ist damit offen, da davor ein Qualitätsmanagementsystem vertraglich vereinbart sein muss. Der Willen des Gesetzgebers, die flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe zu erhalten, die freie Wahl des Geburtsortes zu gewährleisten und die Hausgeburten besonders zu schützen wird damit von den Krankenkassen unterlaufen.

Der Hebammenverband protestiert gegen dieses Vorgehen zusammen mit Frauen, Eltern und weiteren Unterstützern unter www.unsere-hebammen.de/meine-entscheidung unter dem Motto #MeineGeburtMeineEntscheidung.
Zum Hintergrund: Hebammen arbeiten in Geburtshäusern bereits seit Jahren mit Ausschlusskriterien. Diese gelten jedoch medizinisch nicht als evidenzbasiert. Der für Geburtshäuser gültige Vertrag bezieht deshalb den Willen der Frau in die Entscheidung, wo die Geburt des eigenen Kindes stattfinden soll, mit ein. Die gesetzlichen Krankenkassen sind gesetzlich dazu verpflichtet, die freie Wahl des Geburtsortes zu gewährleisten, indem sie alle Formen der Geburtshilfe vergüten. Dies soll nun aufgeweicht werden.

Abschluss erster Fortbildungsgang Hebammen zu Familienhebammen

Nach ca. 1 ¾ Jahren wurde am 07.10.2014 in einem Raum der Fachhochschule Potsdam der erste Fortbildungsgang für Brandenburger Hebammen zur Familienhebamme beendet. Elf Kolleginnen erhielten ihr Zertifikat aus der Hand von Bärbel Derksen und Julia Klein vom Kompetenzzentrum Frühe Hilfen am Familienzentrum Potsdam. Frau Derksen und Frau Klein waren die maßgeblichen Organisatorinnen der Fortbildungsveranstaltung, die allen Teilnehmerinnen besonders zur Bindungstheorie, zu Kommunikation, Stärkung der Elternkompetenz, Netzwerkarbeit sowie Rechtsfragen im Bereich Frühe Hilfen neues Wissen und interessante Anregungen gebracht hat.

Familienhebammen

Als Gäste waren anwesend: Frau Elke Wagner vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, welches die Fortbildung aus Mitteln der Bundesinitiative Frühe Hilfen und Familienhebammen finanziert hat. Desweiteren gratulierte auch Prof. Dr. Staats als Leiter des Familienzentrums den Kolleginnen. Frau Wischer von den “Potsdamer Neuesten Nachrichten” nahm ebenfalls an der Abschlussveranstaltung teil, um mit einem Artikel auf dieses Ereignis hinzuweisen. Nach anfänglicher Skepsis verlassen die “frischgebackenen” Familienhebammen mit Tatendrang und Elan den knapp 300-stündigen Fortbildungsgang. Bleibt zu hoffen, dass sich bald akzeptable Möglichkeiten für den praktischen Einsatz der Familienhebammen ergeben. Das erworbene Wissen wird allen nützlich sein, gerade in der originären Hebammenarbeit. Jederzeit und überall kann es zum Zusammentreffen mit Familien mit besonderem Bedarf kommen. Um weiterhin auf dem Laufenden zu bleiben, bietet das Kompetenzzentrum/Familienzentrum den Kolleginnen weiterhin die Möglichkeit, die Kenntnisse zu unterschiedlichen Themen der Frühen Hilfen weiter zu vertiefen bzw. Supervision in Anspruch zu nehmen.
Abschließend auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön an alle, die den Hebammen diese Fortbildung ermöglicht haben, einschließlich deren Familien. Es war nicht leicht für die Kolleginnen, sich die Fortbildungstage frei zu halten, Vertretung für die Betreuung der Schwangeren bzw. Wöchnerinnen und sowie Kinderbetreuung zu organisieren. 

 

** Für Eltern

Informationen

Broschüren / Infomaterial

Links

 

Für Hebammen

Informationen

Broschüren / Infomaterial

Links

 

 
**
**

Hebammenverband Brandenburg e.V. © 2015 Impressum

****